Mein Kind wird 18

Änderungen zum 01.01.2020

 

Aufteilung der Leistungen / BTHG

Mit der Umsetzung des BTHG werden die Leistungen nach Fachleistung (z. B. pädagogische Betreuung/Fachdienst) und existenzsichernde Leistungen (z. B. Miete, Essen) getrennt.

Dies hat Auswirkungen auf die Finanzierung für das Mittagessen ab 18 Jahre in den Einrichtungen. Der bisher vom Bezirk übernommene Anteil muss nun selbst bezahlt werden. Bitte beachten Sie, dieses kann sich in der Umsetzung von Bezirk zu Bezirk unterscheiden.

Bei Anspruch auf Grundsicherung steht der Mehrbedarf in Höhe von 3.40 Euro pro Anwesenheitstag 2020 für das Mittagessen zur Verfügung. Kreuzen Sie dieses beim Grundsicherungsantrag mit an, ebenfalls wenn eine spezielle Nahrung (z. B. aufgrund von Allergie wie Gluten) notwendig ist.

Bitte fragen Sie in Ihrer Einrichtung nach, welche Regelungen einrichtungsintern bei Urlaub und Krankheit gelten.

 

Angehörigen-Entlastungsgesetz

Bisher mussten sich Eltern erwachsener Menschen mit Behinderungen mit einem Betrag von 34,44 Euro im Monat an den Eingliederungshilfeleistungen ihres Kindes beteiligen. Dieser Unterhaltsbeitrag wird zum 1. Januar 2020 vollständig gestrichen. Zugleich werden Eltern zum Jahreswechsel von Zuzahlungen bei der Hilfe zur Pflege und der Hilfe zum Lebensunterhalt befreit, wenn ihr jeweiliges Jahreseinkommen unter 100.000 Euro liegt.

Eine solche Regelung gab es bisher nur für die Grundsicherung. Liegt das Jahreseinkommen der Eltern eines volljährigen Menschen mit Behinderung jeweils darüber, ist für diese Leistungen – wie bisher – ein geringer Unterhaltsbeitrag von 26,49 Euro bzw. 34,44 Euro monatlich zu zahlen.

https://www.bmas.de/DE/Themen/Teilhabe-Inklusion/Politik-fuer-behinderte-Menschen/Fragen-und-Antworten-Angehoerigen-Entlastungsgesetz/faq-angehoerigen-entlastungsgesetz.html

 

Budget für Ausbildung

Mit dem Gesetz wird außerdem das Budget für Ausbildung eingeführt.

Es steht Menschen mit Behinderungen zu, die Anspruch auf Leistungen im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich einer Werkstatt haben und denen ein Ausbildungsverhältnis angeboten wird. Das Budget für Ausbildung umfasst die Aufwendung für eine Anleitung und Begleitung am Ausbildungsplatz und in der Berufsschule. Außerdem sieht es eine Erstattung der Ausbildungsvergütung vor. Weitere Informationen siehe auch unter Mitgliederversammlung 2019 und unter www.arbeitsagentur.de

 

Mobilitätshilfe / Sonderfahrdienst

Der Fahrdienst zur Beförderung von Menschen mit Behinderung ermöglicht schwerbehinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft, die wegen ihrer Behinderung nicht oder nur unzureichend in der Lage sind, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

Für Fahrten in der Freizeit (z. B. zu einem Freund oder Angebot der OBA) kann der Sonderfahrdienst beantragt werden.

Bitte wenden Sie sich zur Beantragung an den Bezirk, da sich dieses von Bezirk zu Bezirk unterscheidet.